12. September 2014 Subaru

Abruzzen – Italien

gran sasso d'italia, abruzzo, italyDie Abruzzen (italienisch Singular Abruzzo) sind eine Region Italiens mit 1.333.939 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2013). Sie grenzen im Norden an die Region Marken, im Westen an die Region Latium, im Süden an die Region Molise und im Osten an die Adria. Obwohl sie geographisch eher zu Mittelitalien gehören, werden sie offiziell zu den Regionen Süditaliens gezählt. Dies ist ein Überbleibsel der Geschichte der Abruzzen, die vom Frühmittelalter bis hin zum 19. Jahrhundert dem Königreich Sizilien (später „Königreich beider Sizilien“) angehörten und wirtschaftlichen und kulturellen Austausch mit den Regionen Süditaliens pflegten.

Neben den natürlichen Ressourcen einer zum Großteil noch intakten Bergwelt verfügen die Abruzzen über eine jahrtausendealte, abwechslungsreiche Geschichte, deren Spuren in allen Teilen der Region anzutreffen sind: prähistorische Höhlen, vor- und römische Ausgrabungen, romanische Kirchen und Städtchen aus der Zeit der Renaissance sowie zahlreiche Burgen und Schlösser, malerische Bergdörfer und schmucke Städte.

Die vorrömischen Bewohner der Eisenzeit werden der Mitteladriatischen Kultur zugerechnet. Im Altertum war der Großteil der Abruzzen von den Samniten bewohnt, welche in jahrzehntelangem Ringen von den Römern unterworfen wurden. Ein weiteres Volk dieser „italischen“ (= vorrömischen) Zeit sind die Picener; ein bekanntes Fundstück aus einem Gräberfeld der Picener ist die Statue „Krieger von Capestrano“.

Im Frühmittelalter waren die Abruzzen Teil des langobardischen Herzogtums Spoleto. Unter den Staufern kam das Herzogtum an Sizilien und wurde nach der Teilung dieses Königreichs von Neapel aus verwaltet (siehe Königreich Neapel). 1861 wurde die Region ein Teil des neuen Königreichs Italien. Die Grenzen der Region waren starken Schwankungen unterworfen. Die letzte Änderung wurde 1963 vorgenommen, als die Provinz Campobasso aus der damaligen Region Abruzzi e Molise ausgegliedert wurde und die Region Molise formte.

Die Region wurde früh christianisiert. Zahlreiche Kirchen entstanden. Einige sind zwar noch relativ unbekannt, aber sie stellen Schätze der italienischen Kunstgeschichte dar, wie z. B. die Basilika von Collemaggio in L’Aquila, die Abteikirche San Clemente a Casauria in Castiglione a Casauria und die Basilika San Giovanni in Venere in Fossacesia.

(Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Abruzzen)